Betonstraßenbau

Die Anwendungsbereiche von Beton im Verkehrswegebau erstrecken sich auf Straßenneubau und Straßenreparatur. Betonfahrbahnen entstehen auf Autobahnen, Betriebsflächen von Flughäfen, Schiffshäfen, Eisenbahnen, Containerterminals und Tankstellen sowie auf ländlichen Wegen, im Brücken- und Tunnelbau sowie im kommunalen Straßenbau bei Busverkehrsflächen, Pflasterbefestigungen, Gehwegen und Parkplätzen.

Auf Bundesautobahnen haben sich Fahrbahndecken aus Beton mit ihren dauerhaften Gebrauchseigenschaften besonders bewährt. Hier überzeugen hohe Tragfähigkeit, Verformungsstabilität, Ebenheit, Helligkeit, verlässliche Griffigkeit und leise Reifen-Fahrbahn-Geräusche. Lange Lebensdauer und geringer Unterhaltsanspruch machen Betonflächen wirtschaftlich attraktiv. In Sachen Umweltverträglichkeit punkten sie durch 100%ige Recyclingfähigkeit.

Beim Straßenneubau von Fahrbahnflächen aus Beton sind fachgerechte Planung, sachgerechte Herstellung und ein qualitativ hochwertiges Produkt wesentliche Voraussetzungen. Sika Betonzusatzmittel geben dem Beton die erforderlichen Verarbeitungs- und Festigkeitseigenschaften.

Sika Betonverflüssiger (z. B. Sika Betonverflüssiger BV 1M) und Sika Fließmittel (z. B. Sika ViscoCrete-1052) vermindern den Wasseranspruch und verbessern die Verarbeitbarkeit des Betons. Sika Luftporenbildner (z. B. Sika Luftporenbildner LPS A) und die vorgefertigten Luftporen SikaAer Solid sorgen für die Einführung gleichmäßig verteilter Mikroluftporen. Hierdurch erhöht sich die Widerstandsfähigkeit des Betons gegenüber Frost- und Frosttaumittelangriff. Sika Nachbehandlungsmittel (z. B. Sika Nachbehandlungsmittel NB 100) schützen den frischen Beton vor Austrocknung und erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Betonoberfläche.

Die neue Regelbauweise im Betonstraßenbau sieht Waschbetonoberflächen vor, da diese für dauerhafte Griffigkeit und Lärmminderung sorgen. Dabei wird der Fahrbahnbeton in zwei Lagen eingebaut: zunächst der Unterbeton in circa 20 cm Dicke mit Größtkorn 22 mm, anschließend der Oberbeton in 5 cm Dicke mit Größtkorn 8 mm.

Unmittelbar hinter dem Fertiger sprüht das Straßenbauteam von einer separaten Arbeitsbühne aus das Kombinationsmittel Rugasol ST, bestehend aus einem Oberflächenverzögerer und einem Nachbehandlungsmittel, auf die Fahrbahn. Nach etwa sechs bis zwölf Stunden ist die Betondecke ausreichend erhärtet und der verzögerte Oberflächenmörtel wird mittels einer Kehrmaschine ausgebürstet, sodass die geforderte Rautiefe von 0,6 bis 1,1 mm entsteht.

Im Bereich der Straßenreparatur sind dank neuer Reparaturtechnik von Sika zeitaufwändige und unbefriedigenden Reparaturen durch Asphaltflicken nicht mehr erforderlich. Die frühhochfesten Sika Reparaturbetone nach ZTV BEB ermöglichen eine schnelle Erneuerung von schadhaften Stellen und vermeiden somit Langzeitbaustellen und Staugefahr.

Mit dem faserverstärkten Sika Reparaturbeton CR-F lassen sich Eck- und Kantenschäden zügig instand setzen, denn sie erreichen innerhalb von zwei Stunden die für die Verkehrsfreigabe erforderliche Druckfestigkeit. Platten und Plattenteile von Betonfahrbahnen lassen sich durch Sika Basismischung CR ersetzen, auch hier kann der Verkehr bereits nach vier Stunden wieder freigegeben werden.

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