Verkehrswasserbau
Wasserstraßen bieten die Möglichkeit, effizient große Mengen an Massengütern zu transportieren. Auch wenn es heute nur noch selten zu grundlegenden Ausbaumaßnahmen im deutschen Wasserstraßennetz kommt, so fordert der Erhalt des bestehenden Netzes regelmäßige Instandhaltungsmaßnahmen.
Aufgrund des stetigen direkten Kontakts mit dem Wasser sowie des hohen Wasserdrucks spielt die Abdichtung der Bauwerke eine zentrale Rolle. Sie ist bei Verkehrswasserbauwerken wie z.B. Schleusen ganz besonderen Belastungen ausgesetzt, die eigenständige Abdichtungslösungen erfordern.
Betonbauwerke weisen oftmals eine sehr schlanke Bauteilgeometrie auf, sodass die erforderliche Fugenabdichtung sehr große Fugenbewegungen aufnehmen muss. Dazu wurden beispielsweise besondere Fugenbandprofile entwickelt, die aufgrund ihrer speziellen Form diesen Belastungen standhalten.
Doch auch die eingesetzten Werkstoffe unterscheiden sich grundlegend von den üblichen Standardwerkstoffen. Aufgrund des direkten und zumeist dauerhaften Kontakts mit Wasser, der teilweise freien Bewitterung und des möglichen chemischen Angriffs durch Verschmutzungen wie Öle und Kraftstoffe, ist eine sehr hohe Beständigkeit des eingesetzten Materials erforderlich. Daher kommen bei diesen Bauwerken Fugenbänder aus Chloropren-Kautschuk (CR) oder aus EPDM-Kautschuk zum Einsatz, um die Anforderungen über die sehr lange planerische Nutzungsdauer dieser Bauwerke sicherzustellen.
Für die nachträgliche Abdichtung bestehender Fugen oder planerisch vorgesehener Wartungsfugen setzt man so genannte Klemmkonstruktionen ein. In aller Regel kommen hier bewährte Omegaprofile zum Einsatz.


