Allgemeine Außen-Anwendungen

Dichten von Beschlägen

Sämtliche Deckbeschläge müssen absolut wasserdicht montiert sein. Undichtigkeiten können erhebliche Schäden wie Korrosion, Auflösung des GFK-Verbunds, Osmose sowie Leckagen, verbunden mit Schäden an der Inneneinrichtung, nach sich ziehen.

Verkleben von Scheuerleisten

Scheuerleisten schützen den Schiffsrumpf vor Beschädigung. Sie sind hauptsächlich dazu da, Stöße und scheuernde Belastungen aufzunehmen und möglichst elastisch abzufedern. Mit einer elastischen Klebeverbindung lässt sich beispielsweise durch eine deutlich verbesserte Stoßfestigkeit der Verbindung ein Rumpf optimal schützen.

Kleben von Holzbauteilen

Die oft aus Tropenhölzern gefertigten Treppen, Niedergänge und Handläufe werden häufig geschraubt, sodass Feuchtigkeit durch die Schraubenlöcher eindringen kann. Diese Gefahr entsteht nicht, wenn die Bauelemente geklebt werden. Weitere Vorteile sind die Schall- und Vibrationsdämmung oder ein verbesserter Korrosionsschutz.

Dichten von Opferanoden

Es gibt kaum Schiffsstrukturen, die komplett metallfrei sind. Meerwasser ist ein guter Elektrolyt und sorgt dadurch für Korrosionsgefahr. Opferanoden sind dazu da, galvanische Korrosion zu reduzieren. Sie werden außen auf den Rumpf aufgesetzt und von innen verschraubt. Das dadurch entstehende Loch muss entsprechend abgedichtet werden.

Verkleben von rutschsicheren Decksbelägen

Decksbeläge bieten eine rutschsichere Oberfläche und schützen das Deck vor Beschädigung und Undichtigkeiten. Die Verwendung eines elastischen Sikaflex-Klebstoffs trägt zur maximalen Effektivität dieser Beläge bei und ermöglicht deren einfache und professionelle Verlegung.

Verklebung von Flybridge-Konstruktionen

Die bei hohen Geschwindigkeiten durch Flybridges entwickelten Kräfte erzeugen enorme Spannungsspitzen, die zu Ermüdung und Bruch von starren Verbindungen und der Werkstoffe. Elastisch verklebte Flybridge-Konstruktionen bieten eine gleichmäßige Spannungsverteilung und verhindern eine Überlastung der Werkstoffe.

Abdichten in hoch UV-belasteten Bereichen

Bei längerer UV-Einstrahlung können sich an der Oberfläche von konventionell hergestellten Dichtfugen kleine Risse und Auswaschungen bilden. Zwar wird dadurch die Dichtfunktion nicht beeinträchtigt, allerdings leidet die Optik. Deshalb wird bei starker UV-Einstrahlung der Einsatz eines speziellen UV-resistenten PU-Dichtstoffs empfohlen.

Dichten von Holzplanken am Bootsrumpf

Im Holzbootsbau werden seit jeher die Rumpf-Planken-Nähte nach dem Anpassen der Planken mit einer offenen V-Nut versehen, um sie so besser von außen abdichten zu können. Sikaflex-Dichtstoffe werden dazu eingesetzt, die nach längerer Landliegezeit aufklaffenden Fugen der ausgetrockneten Planken nachträglich wieder abzudichten.

Vorbehandlung und Hilfsstoffe

Vorbehandlung und Hilfsstoffe

Für die bestmögliche Adhäsion (Flächenhaftung) zwischen Klebstoff und Untergrund ist die richtige Vorbehandlung wichtige Voraussetzug. Grundsätzlich müssen die Haftflächen trocken, staub- und fettfrei sowie frei von nichthaftenden Teilen (Lackreste, Rost, Zunder usw.) sein. Vor der Anwendung ist die Sika Vorbehandlungstabelle zu beachten.

Verarbeitungsgeräte

Verarbeitungsgeräte

Die Verarbeitungsgeräte sind speziell für die Verarbeitung von Sika Kleb- und Dichtstoffen geprüft und hierfür besonders geeignet. Für die Handverarbeitung von Kartuschen und Beuteln werden Handdruck-, Druckluft- oder Akku-Pistolen empfohlen, während für die Verarbeitung von Sika Kleb- und Dichtstoffen aus Hobbocks und Fässern spezielle Pumpanlagen und Applikationskonzepte notwendig sind.