Unsere Geschäftsführerin Daniela Schmiedle über die Zukunft von Sika und die digitalen Herausforderungen der nächsten Jahre

Sika wirbt mit dem Slogan „Beyond the Expected“ – was steckt dahinter und was bietet Sika über das Erwartete hinaus?

Uns ist es wichtig, dass im Mittelpunkt unserer Aktivitäten immer unsere Kunden und Partner stehen. Mit ihnen gemeinsam arbeiten wir an den Herausforderungen des veränderten Marktes, wie zum Beispiel der Fachkräftemangel. Wir verstehen unseren Weg zur klimaneutralen Produktion als Versprechen für künftige Generationen.
Seit Sika vor über hundert Jahren den Gotthardtunnel abgedichtet hat, ist es uns wichtig nicht nur bewährte und leistungsfähige Technologien bereit zu stellen, sondern auch verlässlich kompetente Beratung und umfassenden Service zu bieten...

Um auch in Zukunft ein zuverlässiger Partner für unsere Kunden sein zu können, agiert Sika immer mit Weitsicht, dabei betrachten wir Megatrends wie Klimawandel und die zunehmende Urbanisierung im Gesamtkontext. Wir suchen nach nachhaltigen Lösungen, die sich heute und in Zukunft positiv auf die Umwelt auswirken. Dies ist selbstverständlich eng verknüpft mit Innovation und Digitalisierung. Unser Ziel ist es die Erwartungen an uns als Unternehmen zu übertreffen, „Beyond the Expected."

Bild: Daniela Schmiedle, Geschäftsführerin Sika Deutschland GmbH
"Uns ist es wichtig, dass im Mittelpunkt all unserer Aktivitäten immer unsere Kunden und Partner stehen."

Welchen Weg wird Sika in Zukunft gehen? Wie sieht Ihre Vision aus?

Es ist für uns selbstverständlich, uns der wachsenden Gruppe führender Unternehmen anzuschließen, die sich für Emissionsreduktionsziele einsetzen im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens. Unser Versprechen an unsere Gesellschaft ist deswegen klar die Transformation unseres Unternehmens in Richtung Net Zero bis 2050, wobei wir bis 2032 im ersten Schritt 25% unserer CO2-Emission einsparen werden.
Worauf wir stolz sind ist: „Made in Germany“: Wir freuen uns durch die Übernahme der MBCC-Group viele zusätzliche deutsche (Produktions-) Standorte bei Sika begrüßen zu dürfen und dadurch die Wertigkeit von Sika in Deutschland noch weiter zu erhöhen. Um diese Visionen umsetzen zu können, darf natürlich auch ein dynamisches Wachstum nicht fehlen.

Welche konkreten Ziele haben Sie daraus resultierend für Sika abgeleitet?

Wir arbeiten im Moment sehr konkret daran den Lösungswarenkorb für unsere Kunden in den nächsten Jahren deutlich auszubauen. Darüber hinaus wollen wir zügig unser Unternehmen mit digitalen Lösungen auf die neuen Bedürfnisse unserer Kunden ausrichten.

Unsere Kunden in der Baubranche - also Bauherren, Architekten, Planer, Verarbeiter und Handelspartner - stehen vor Herausforderungen was Themen wie Fachkräftemangel, Zeit- und Preisdruck sowie die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen angeht. Wie kann Sika sie unterstützen?Eine Frage, die wir uns ganz klar stellen ist: wie schaffen wir es unseren Kunden dann zur Verfügung zu stehen, wenn sie uns brauchen. Wir suchen konstant nach Lösungen, die unsere Verarbeiter in die Lage versetzen Baustellen schneller, einfacher und sicherer abzuwickeln. „easy-to-use“ – Produkte stehen hier ebenso im Vordergrund sowie eine umfassende Service-Zeit, je nach Situation digital oder persönlich. Auch für Architekten und Planer entwickeln wir kontinuierlich Angebote, welche die Planung von modernen und nachhaltigen Bauwerken erleichtern.

"Die Digitalisierung wird uns eine schnellere Responsezeit ermöglichen, damit unsere Kunden ihre zukünftigen Anforderungen besser meistern können."

Wie viele Branchen, geht auch die Baubranche seit 3 Jahren durch schwierige Zeiten. Wie sehen Sie in diesem Kontext die Position von Sika?

Sika hat, meiner Meinung nach, einen großen Vorteil in der Or-ganisation des Unternehmens. Jede Ländergesellschaft kann lokal nah am Markt agieren. Wir haben eine lokale Forschung und Entwicklung sowie Technologie Center, global interagieren auf die Anforderungen der Branche und des Marktes schnell reagieren können. Unser Sika Spirit trägt uns! 

Die Fähigkeit der Sika Mitarbeitenden jeden Tag auf Veränderungen reagieren zu wollen und zu können, neue Herausforderungen zu meistern und sie im Team anzugehen, ist inspirierend. Neben der fachlichen Kompetenz ist der Ideenreichtum, Lösungen zu finden, an allen Positionen und Standorten des Unternehmens zu spüren. Sika konzentriert sich grundsätzlich auf technologisch hochwertige Lösungen - wir gehen gerne die Extrameile für unsere Kunden!

 

Was wird sich durch die Übernahme der MBCC-Group verändern?

Wir freuen uns auf die Kompetenz der neuen Kolleginnen und Kollegen. Neue Produktionsstandorte bieten Kapazität für Wachstum, der komplementäre Warenkorb bietet zusätzliche Marktchancen. Mit noch stärkerer F & E-Kapazität wollen wir unbedingt der Treiber für Nachhaltigkeit in unserer Branche sein.

Ein wichtiges Thema der Gegenwart und Zukunft ist Digitalisierung. Welche Veränderungen wird diese für Sika bringen?

Digitalisierung ist ein wichtiger Teil unserer Unternehmensstrategie. Gerade im Moment stellen wir einen neuen, eigenständigen Geschäftsbereich auf, der end-to-end Prozesse erarbeitet und so der Digitalisierung den Weg bereitet. Der neue Geschäftsbereich wird mit hoher Wertigkeit Einfluss in alle strategischen Entscheidungen der Geschäftsleitung nehmen. Ein treffsicheres Monitoring wird uns außerdem bei der Kanalisierung der Informationsflut aus dem Markt helfen. Diese Informationen können wir dann wieder in Kundenlösungen einfließen lassen. Digitalisierung wird unter anderem eine schnelle Responsezeit ermöglichen, damit unsere Kunden ihre zukünftigen Anforderungen noch besser mit uns zusammen lösen können.

Welche Verbesserungen wird die Digitalisierung für Verarbeiter, aber auch Architekten und Planer bringen?

Die zentrale Frage ist: wie stellen wir die Daten, die sich ständig ändern, den Kunden rechtssicher zur Verfügung? Wie können wir schnell Informationen an unsere Kunden weitergeben? Hier braucht es eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Weboberflächen, sowie begleitender Apps und Weblösungen wie Kalkulatoren, Konfiguratoren, Online-Schulungen und weitere digitale Plattformen wie zum Beispiel Social Media.

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