Sika, einer der führenden Hersteller von Klebstoffsystemen, nimmt aktuell eines von weltweit 20 Technologie-Zentren des Unternehmens in Betrieb. Vor allem kosteneffiziente und nachhaltige Innovationen für die industrielle Verklebung von Sandwich-Elementen zum Bau von Nutzfahrzeugen, Möbeln und Gebäuden werden hier entwickelt.

 

„Die Forschung und Entwicklung modernster Klebstoffe und die Auswahl speziell darauf abgestimmter Verarbeitungstechnologien am Sika-Standort Bad Urach hat internationale Bedeutung“, erklärt Dirk Brandenburger, Head of Business Development Lamination, Sika AG, bei der Einweihung des neuen Technologie-Centers am 24. Juli 2018 in Bad Urach. Das dortige Sika-Expertenteam betreut Kunden im gesamten Wirtschaftsraum Europa – Naher Osten – Afrika (EMEA). „Dabei haben wir vor allem die Ansprüche der Industrie nach kosteneffizienten Lösungen im Blick“, so Brandenburger weiter, „aber auch aktuelle Trends wie zum Beispiel die Leichtbauweise im Fahrzeugbau.“ Hinzu kommen die weiter steigenden Anforderungen an Brand- und Lärmschutz sowie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, die nur mit innovativen Technologien auf Basis nationaler und internationaler Standards erfüllt werden können.

 

Klares Bekenntnis zum Standort Bad Urach

Mit rund 270 Mitarbeitern ist Sika in Bad Urach einer der größten Arbeitgeber in der Stadt. „Die aktuelle Erweiterung unseres Technologie-Centers ist ein ganz klares
Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Bad Urach“, betont Frank Holzäpfel, Geschäftsbereichsleiter Industrie der Sika Deutschland GmbH. Die bisherigen, 2014 bezogenen Räumlichkeiten am Firmensitz in der Stuttgarter Straße waren zu klein geworden. „Aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage nach innovativen Klebstoff-Systemen haben wir uns für den Umzug in ein modernes und optimal auf die Betreuung unserer Kunden zugeschnittenes Gebäude entschieden“, erklärt Holzäpfel.

   

Entwicklung serienreifer Klebprozesse für Industriekunden

Neu entwickelte Klebstoffsysteme müssen weiter an die unterschiedlichen landes- und branchenspezifischen Anforderungen angepasst werden. Ein Team aus Sika-Produktentwicklern und -Anwendungstechnikern erarbeitet hier zusammen mit dem jeweiligen Kunden eine auf dessen Produktionsabläufe abgestimmte Lösung. „In
unserem neuen Technologie-Center stehen Anlagen zur Applikation von Klebstoff-Innovationen, mit denen wir den Produktionsprozess beim Kunden simulieren und zur Serienreife entwickeln“, erläutert Frank Holzäpfel. Auch die anschließende Implementierung der neuen Produktionsprozesse in den Werken der Hersteller von Sandwich-Paneelen begleiten die Sika-Experten aus Bad Urach – gegebenenfalls mit produktionsbegleitenden Trainings für die Mitarbeiter der Kunden.

 

Durch Klebstoffe flächig verbundene Materialien sind allgegenwärtig

Die Klebstoffe, die im Sika-Technologie-Center in Bad Urach entwickelt und getestet werden, kommen für verschiedenste Zwecke zum Einsatz: Ein-, zwei- oder dreikomponentige Polyurethan-Klebstoffe für die Verklebung unterschiedlichster Kombinationen aus Kunststoffen, Metallen, Schaumstoffen und Faserverbundwerkstoffen – wie etwa bei der Montage von Sandwichpaneel-Verklebungen. Damit erfüllen sie beispielsweise die Anforderungen an leichte und stabile Fahrzeugbau-Paneele.

 

Wasser- und lösemittelbasierte Ein- und Zweikomponentenklebstoffe stellen eine elastische, dauerhafte Verbindung mit Kunststoffen oder Holz her. Sie werden hauptsächlich für die Laminierung von Innenkomponenten verwendet.

 

Design, Funktion und Langzeitbeständigkeit sind die prägenden Anforderungen für hochwertige Paneele im Schiffs- und Bootsbau sowie für Wohnwagen und Wohnmobile. Die reaktiven Polyurethan-Klebstoffe SikaForce- und SikaMelt erfüllen hier mit ihren hervorragenden Verarbeitungseigenschaften die Anforderungen an eine moderne Fertigung.