Auf der Fachmesse tasc 2019 in Düsseldorf stellt Deutschland GmbH das Klebstoffsystem Sika PowerCure in den Vordergrund. 60 Minuten nach dem Scheibenwechsel befindet sich das Fahrzeug wieder im Originalzustand: speziell Fahrzeuge mit modernem Leichtbau in Kombination mit Assistenzsystemen werden so in Rekordzeit wieder voll einsatzfähig.

 

Werkstätten verwenden bei Ersatzverglasungen meist einkomponentige Klebstoffe. Denn sie sind einfach in der Handhabung und erlauben die schnelle Erfüllung von sicheren Wegfahrzeiten. Ihr Nachteil: Es dauert je nach Witterung eine Woche und mehr, bis die Klebstoffe vollständig ausgehärtet sind. Um eine schnellere Reparatur zu ermöglichen, hat Sika deshalb die nächste Generation der beschleunigten Klebstoffsysteme entwickelt – gemeinsam mit Autoglasprofis und Herstellern von Lkw.

 

Das Ergebnis: Eine Technologie namens PowerCure, die Aushärtung in Rekordzeit ermöglicht. „Unsere Klebstoffe erreichen innerhalb von 60 Minuten eine Durchhärtung auf OEM-Level", sagt Michael Vöing, Head of Key Account Management bei der Sika Deutschland GmbH, die am 11. und 12. Oktober 2019 ihren zweiten Auftritt auf der tasc 2019 gefeiert hat – eine Düsseldorfer Fachmesse für Autoglas, Smart Repair und Fahrzeugaufbereitung.

 

Für den LKW-Bereich, der zunehmend mit Assistenzsystemen ausgerüstet ist, stellte Sika zudem den neuen PowerCure-Klebstoff Sikaflex-271 vor. Dieser härtet nach 90 Minuten durch, bietet jedoch 5 Minuten zusätzlich zur Positionierung der Großscheiben.

 

"Werkstätten müssen zuverlässig reparieren und kalibrieren können, um wettbewerbsfähig zu bleiben"

Die Rolle des Klebstoffs: Sie wird in der Reparaturbranche bedeutender. Denn in Fahrzeugen, konstruiert nach moderner Leichtbauweise, sind Windschutzscheiben ein wesentlich versteifendes Element. Ist der Klebstoff nicht richtig ausgehärtet, ist die Karosseriesteifigkeit nicht gewährleistet. Die Folge: Beim Parken auf einem Bordstein und damit einer statischen Last, könnte die Scheibe verrutschen und die Kalibrierung der kameragestützten Fahrerassistenzsysteme hinfällig sein. Das bedeutet Nacharbeit für die Werkstatt.

 

„Die Masse der Fahrzeuge mit Reparaturbedarf sind Flotten von Firmenwagen, die mittlerweile fast alle Assistenzsysteme haben“, so Vöing. „Werkstätten müssen entsprechend zuverlässig reparieren und kalibrieren können, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei unterstützt sie unser neues Klebstoff-System.“ Und auch der Trend zum Leichtbau ist ungebrochen, bestätigt das Onlineportal Statista. Der Anteil konventionellen Stahls wird demnach bis 2030 auf 13 Prozent des Fahrzeuggewichts sinken – 2010 betrug der Anteil noch 52 Prozent. Der Anteil von Aluminium wird von 5 auf 12 Prozent steigen, der Anteil von Magnesium von 9 auf 17 Prozent.

 

Einfach und schonend in der Anwendung

Sika hat auf der tasc 2019 zudem den Power-Cure Dispenser präsentiert. „Dank unserer speziellen V-Mischerdüsen und der Griffposition ist präzises Applizieren des Klebstoffs bei entlastetem Ellenbogen und Schultern möglich“, sagt Vöing. Zudem ist die Bedienung zeitsparend. Der Nutzer muss den Beutel nicht aufschneiden, sondern lediglich in den Dispenser einsetzen. Zum anderen lässt sich der Klebstoff bei Raumtemperatur verarbeiten. Eine Erwärmung ist nicht erforderlich.