Sika liefert Verzögerer für Gipsinjektionsmörtel

Unesco-Welterbe Takht-e Soleyman dauerhaft stabilisiert

 

Bis 2018 war ein Mauerwerksteil des ehemaligen Feuerheiligtums Takht­e Soleyman im Iran mit großen Bauschäden versehen und musste entsprechend abgesichert werden. Weil das UNESCO-Welterbe künftig wieder ohne Stützkonstruktion auskommen sollte, war die Stabilisation einer Wand dringend notwendig. Damit der eignes dafür entwickelte Gipsinjektionsmörtel sich optimal verarbeiten ließ, steuerte die Sika Deutschland GmbH einen passenden Verzögerer bei.

 

Der Takht­-e Soleyman in der Provinz West Aserbaidschan im Nordwesten des Iran ist ein UNESCO-­Welterbe. Bei der Anlage handelt es sich um ein Feuerheiligtum. Das größte und damit ein sehr wichtiges Bausegment des Gebäudes war der westliche Iwan. Hierbei handelte es sich um eine auf drei Seiten geschlossene, überwölbte Halle. Lediglich die Nordwand ist bis heute erhalten. Allerdings wies das Mauerwerk, das einst mit Gipsmörtel befestigt wurde, gravierende Bauschäden auf: Ein mittig gelegenes Loch in der Wand mit einer Höhe von rund vier Metern sorgte für Instabilität ebenso viele vertikale Risssysteme. Der Verbund der Mauerwerkschichten fehlte Großteils. Für einige Jahre schaffte ein Stützgerüst übergangsweise Abhilfe, um das Welterbe zu erhalten. Das Ziel der iranischen Kulturbehörde war es jedoch, das Feuerheiligtum durch die Injektion von Gipsmörtel dauerhaft zu stabilisieren. Hierbei sollte möglichst originalgetreues Material verwendet werden. Dieses erhielt nun durch die Möglichkeiten der modernen Gipstechnologie optimale Verarbeitungseigenschaften.

 

Verarbeitungszeit von Mörtel exakt einstellen

Der Lehrstuhl Tragwerksplanung der TU Dresden unter der Leitung von Prof. Wolfram Jäger erarbeitete in Zusammenarbeit mit der Jäger Ingenieure GmbH aus Radebeul und Weimar die Ertüchtigung der verbleibenden Nordwand. 2018 starteten die großflächigen Sanierungsarbeiten. Zur Verfüllung der Mauerwerksfugen verwendeten die Verarbeiter einen Gipsinjektionsmörtel, der aus einem vor Ort gebrannten Hochbrandgips speziell entwickelt worden war. Um die Eigenschaften und die Verarbeitbarkeit dieses Naturprodukts zu verbessern, lieferte Sika einen geeigneten Verzögerer. Die Spezialisten für Gips- und Trockenmörtelzusatzmittel (GZM) von Sika empfahlen für große Mengen das Konzentrat Retardan-200 P und für kleine Versuchsmengen die verdünnte Variante Retardan-2025 P. Durch den Einsatz des Verzögerers ließen sich die Abbinde- und Verarbeitungszeiten der Gipsbinder auf zirka 30 Minuten einstellen.

 

Der Verzögerer Retardan-200 P von Sika kann zusammen mit Alpha- und Beta-Halbhydraten verwendet werden. Er ist also optimal geeignet für klassische Anwendungsfälle mit Werktrockenmörtel, Gips-, Gipskalk- und Gipsmaschinenputz sowie mit Gipsspachtel und Bodenausgleichsmassen.  

Bautafel

 

Objekt:                       
UNESCO-Welterbe Takht-e Soleyman, Iran                         

Planer:                       
Technische Universität Dresden, Lehrstuhl für Tragwerksplanung

Fördermittelgeber:   
Iranische Kulturbehörde (ICHHTO),
Auswertiges Amt der Bundesrepublik Deutschland, Kulturerhaltungsprogramm  

Bauzeit:                     
2016 - 2018