12/03/2026
Sika stellt am Standort Stuttgart die Produktion von Bodenbeschichtungen vollständig auf ein Epoxidharz mit biobasiertem Kohlenstoffanteil um. Diese leistungsfähigen Materialien senken den CO2-Fußabdruck und reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen. Die Grundierung Sikafloor 150 Plus sowie die Verlaufsbeschichtung und Versiegelung Sikafloor 264 Plus nutzen bereits die verbesserte Rezeptur.
Sikas verbessertes Epoxidharzproduktportfolio ist nicht nur nachhaltiger als fossile Alternativen, sondern auch sicherer für die Anwender. Durch die gezielte Produktoptimierung und den Einsatz zukunftsweisender Materialien bietet es ein hohes Maß an Zuverlässigkeit.
Moderne Rohstofflösung für ausgewählte Produkte
Traditionell hat sich die Bauindustrie stark auf fossile Epoxidharze verlassen. Sika geht nun bewusst zu Alternativen mit biobasiertem Epichlorhydrin (EPI) als Ausgangsstoff über. Das für die Epichlorhydrin-Synthese verwendete biobasierte Glycerin ist ein Nebenprodukt der Biodieselproduktion und wird beispielsweise aus Pflanzenölen oder Altfetten gewonnen. Das resultierende Harz enthält einen biogenen Kohlenstoffanteil von 28%, der nach den Normen DIN EN 16640 / ASTM Test Methode D6866 durch externe Prüflabore nachgewiesen ist. Diese Umstellung bietet höchste Leistungsfähigkeit, verringert die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen und trägt aktiv zum Ziel der CO2-Reduktion bei.
Nachhaltigkeit beginnt beim Material – Verpackung aus Sekundärstahl
Sika kooperiert mit dem Verpackungshersteller Muhr & Söhne GmbH & Co. KG sowie der thyssenkrupp Rasselstein GmbH und setzt Weißblech-Hobbocks mit bluemint Steel ein. Bei den bluemint Steel-Verpackungen verwendet man – anders als bei den herkömmlichen Weißblech-Gebinden – Sekundärstahl in der Produktion. Darüber hinaus gehört Verpackungsstahl mit einer Recyclingquote von rund 82% zu der am meisten recycelten Verpackung in Europa. Im Vergleich zu üblichen Verpackungsmaterialien bieten die Hobbocks aus bluemint Steel nicht nur weniger Treibhausgasemissionen und mehr Zirkularität, sondern auch gleiche Qualität bei identischen Verpackungseigenschaften und gleichbleibendem Preis.
Sika verpflichtet sich zu Net Zero
Sika hat sich gegenüber der Science Based Targets initiative (SBTi) zu Netto-Null bis 2050 verpflichtet. Dabei setzt das Unternehmen konsequent auf Maßnahmen in allen Unternehmensbereichen: von der Dekarbonisierung der Werke über die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte bis hin zur Nutzung erneuerbarer Energien für die Stromversorgung. Doch die Produkte sind der größte Hebel. Hier liegt der Fokus auf einer höheren Materialeffizienz, der Kreislaufwirtschaft und dem verstärkten Einsatz alternativer, emissionsarmer Materialien wie Recyclingstoffe und biobasierte Rohstoffe.
Sustainability Portfolio Management (SPM)
Als erstes Unternehmen im Bereich Spezialchemie und Baustoffe bewertet und klassifiziert Sika seine Produkte mit einem eigenen Sustainability Portfolio Management (SPM)-Ansatz. Das SPM ist ein strategisches Bewertungsinstrument zur nachhaltigeren Produktentwicklung. Basierend auf dem Portfolio Sustainability Assessment-Ansatz des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) bewertet Sika neuentwickelte Produkte systematisch nach Leistung und Nachhaltigkeit. Der standardisierte, vierstufige Bewertungsprozess ermöglicht fundierte Entscheidungen und klare Priorisierung in der Produktentwicklung. Auch die neuen Epoxidharzprodukte haben diesen Prozess durchlaufen. Mehr Informationen zum SPM gibt es unter www.sika.de/nachhaltigkeit.