Sikafloor® P 622
(bisher MTop P 622)
Sikafloor® P 622 ist eine nicht-lösemittelbasierte, niedrigviskose 2K Grundierung auf Epoxidharzbasis. Total solid nach Prüfverfahren DEUTSCHE BAUCHEMIE
- niedrigviskos
- leicht zu verarbeiten
- hohe Kapillaraktivität
- sehr gutes Haftspektrum auf Untergründen
- universell einsetzbar
- emissionsarm
- als Radonsperre geeignet
Anwendung
Sikafloor® P 622 wird als porenverschließende und kapillarabdichtende Grundierung auf mineralischen Untergründen wie z.B. Beton und Zementestrich in Innen- und Außenbereichen eingesetzt. Es eignet sich ferner hervorragend als Bindemittel zur Herstellung von Kratzspachtelungen im Füllgradbereich 1 : 0,5 bis 1 : 2 und erfüllt die einschlägigen Richtlinien hinsichtlich rückseitiger Feuchteeinwirkung.Vorteile
- niedrigviskos
- leicht zu verarbeiten
- hohe Kapillaraktivität
- sehr gutes Haftspektrum auf Untergründen
- universell einsetzbar
- emissionsarm
- als Radonsperre geeignet
Verpackung
| Fertigmischungen | |
| Komp. A | 17,1 kg |
| Komp. B | 7,9 kg |
| Komp. A+B | 25 kg |
| Fässer | |
| Komp. A | 200 kg |
| Komp. B | 184 kg |
Farbe
Transparente Flüssigkeit
Produktdetails
Lagerfähigkeit
Im ungeöffneten Originalgebinde mindestens 24 Monate ab Produktionsdatum
Lagerbedingungen
Gut verschlossene Gebinde sind trocken und im Temperaturbereich von +15 bis +25 °C zu lagern. Direkte Sonneneinstrahlung und Temperaturunterschreitung (Kristallisationsgefahr) sind zu vermeiden.
Dichte
| Komponente A bei +23 °C | 1,15 kg/l |
| Komponente B bei +23 °C | 1,03 kg/l |
| Gemischt bei +23 °C | 1,07 kg/l |
Shore-Härte (D)
| Nach 7 Tagen bei +23 °C | 83 |
Druckfestigkeit
| Nach 28 Tagen bei +23 °C | 81 N/mm2 |
Zugfestigkeit
| Nach 7 Tagen bei +23 °C | 32 N/mm2 |
Anwendung
Mischverhältnis
100 : 46 bzw. 68,5 : 31,5
Lufttemperatur
| Min. | +8 °C |
| Max. | +30 °C |
Relative Luftfeuchtigkeit
| Max. bei +10 °C | 75 |
| Max. bei > +23 °C | 85 |
Untergrundtemperatur
| Min. | +8 °C |
| Max. | +30 °C |
Verarbeitungszeit
| Bei +12 °C | 40 Minuten |
| Bei +20 °C | 20 Minuten |
| Bei +30 °C | 12 Minuten |
Wartezeit zwischen den Arbeitsgängen
| Temperatur | Minimum | Maximum |
| Bei +10 °C | 24 Stunden | 48 Stunden |
| Bei +23 °C | 7 Stunden | 36 Stunden |
| Bei +30 °C | 3 Stunden | 24 Stunden |
Wartezeit bis zur Nutzung
| Bei +10 °C | 5 Tage |
| Bei +23 °C | 3 Tage |
| Bei +30 °C | 2 Tage |
Materialverbrauch
Zwischen 0,3 – 0,5 kg/m² je nach Beschaffenheit und Saugfähigkeit des Untergrundes. Wir empfehlen einen zweiten Grundierarbeitsgang von ca. 0,2 – 0,4 kg/m² bis zur vollständigen Porenfüllung bei stark saugenden, porösen Untergründen und zur Verbesserung der Sperrwirkung bei rückseitiger Durchfeuchtung. Flächendeckendes Abstreuen der frischen Grundierung mit feuergetrocknetem Quarzsand der Körnung 0,3 – 0,8 mm (ca. 1 kg/ m²). Überschussabsandung ist zu vermeiden. Diese Angaben basieren auf unseren derzeitigen Kenntnissen und Erfahrungen und variieren je nach Untergrundbeschaffenheit
UNTERGRUNDQUALITÄT
Die zu beschichtenden Flächen (alt oder neu) müssen fest, trocken, feingriffig und tragfähig sein, frei von losen und mürben Teilen sowie trennend wirkenden Substanzen wie Öl, Fett, Gummiabrieb, Anstrichresten oder Ähnlichem.
UNTERGRUNDVORBEREITUNG
Eine Untergrundvorbehandlung durch leichtes Kugelstrahlen bzw. oberflächenabtragendes Schleifen (inkl. der jeweils notwendigen Nachbehandlung) ist in der Regel zwingend erforderlich. Nach der Untergrundvorbehandlung muss die Abreißfestigkeit des Untergrundes im Mittel 1,5 N/mm² betragen. Der kleinste Einzelwert darf 1,0 N/mm² nicht unterschreiten. (Nachweis z.B. mit Herion-Gerät, Zuggeschwindigkeit 100 N/sec). Die Restfeuchte des Untergrundes muss unter 4% liegen. Der zu beschichtende Untergrund muss gegen aufsteigende Feuchtigkeit (drückendes Wasser) gesichert sein.
MISCHEN
Sikafloor® P 622 wird im richtig abgestimmten Verhältnis von Komponente A (Harz) und Komponente B (Härter) geliefert. Beim Durchmischen der Komponenten ist Folgendes zu beachten: Die Temperatur der beiden Komponenten sollte beim Mischvorgang zwischen 15 und 25 °C liegen. Zunächst die Komponente B (Härter) in das Gebinde der Komponente A (Harz) schütten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Komponente B restlos ausläuft.
NICHT VON HAND MISCHEN!
Zum Erreichen einer homogenen Konsistenz und einer intensiven Durchmischung sind die beiden Komponenten mit einem langsam laufenden Rührwerk bei ca. 300 U/min bis zum schlierenfreien Zustand, mindestens aber 3 Minuten lang gründlich zu mischen. Auch die Boden- und Randbereiche des Mischgefäßes müssen dabei erfasst werden. Halten Sie die Mischpaddel untergetaucht, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.
MATERIAL NICHT AUS DEM LIEFERGEBINDE VERARBEITEN!
Nach gründlichem Mischen umtopfen in einen zweiten, sauberen Behälter und erneut ca. 1 Minute lang mischen.
VERARBEITUNG
Die Applikation von Sikafloor® P 622 sollte bei konstanter oder fallender Temperatur durchgeführt werden. Die Blasenbildung auf Grund der Ausdehnung der Luft im Untergrund wird somit vermieden. Nach dem Anrühren kann der Grundierauftrag Sikafloor® P 622 durch Rollen, Streichen oder Fluten auf den vorbereiteten Untergrund erfolgen. Zur Verbesserung des Haftverbundes mit PU Beschichtungen, wird empfohlen die Grundierung mit feuergetrocknetem Quarzsand abzustreuen.
Neben der Umgebungstemperatur ist für die Verarbeitung von Reaktionsharzen die Temperatur des Untergrundes von entscheidender Bedeutung. Bei niedrigen Temperaturen verzögern sich grundsätzlich die chemischen Reaktionen; damit verlängern sich auch die Verarbeitungs-, Überarbeitbarkeits- und Begehbarkeitszeiten. Gleichzeitig erhöht sich, infolge zunehmender Viskosität, ggf. der Verbrauch pro Flächeneinheit. Bei hohen Temperaturen werden die chemischen Reaktionen beschleunigt, so dass sich o. a. Zeiten entsprechend verkürzen. Für die vollständige Aushärtung von Sikafloor® P 622 darf die mittlere Temperatur des Untergrundes die unterste Verarbeitungs- bzw. Objekttemperatur nicht unterschreiten. Nach der Applikation muss das Material ca. 24 Stunden (bei 23 °C und 50% r. F.) vor direkter Wasserbeaufschlagung geschützt werden. Innerhalb dieser Zeit kann Wassereinwirkung an der Oberfläche die Adhäsion zur nachfolgenden Beschichtung erheblich beeinträchtigen. Die Temperatur der zu beschichtenden Fläche muss mindestens 3K über der herrschenden Taupunkttemperatur liegen (während der Verarbeitung und min. 24 Stunden nach der Applikation bei 15 °C).
GERÄTEREINIGUNG
Wieder verwendbares Werkzeug sollte direkt nach Gebrauch sorgfältig mit Sika® Thinner C oder mit Isopropanol gereinigt werden. Ausgehärtetes Material kann nur noch mechanisch entfernt werden.