VERARBEITUNG
händisch
Die Verarbeitung von Sika® Icoment®-520 erfolgt nach den Regeln der Putztechnik mit Spachtel, Kelle, Traufel oder ähnlichem auf vorgenäßtem, mattfeuchtem Untergrund. Das Vornässen sowie das Feuchthalten als Nachbehandlung kann auf einfache Weise mit einer Baumspritze erfolgen. Besonders große und tiefe Löcher oder Lunker sollen unter kräftigem Druck mit dem Mörtel vorgefüllt und ausgepresst werden. Es ist generell zu empfehlen, zwei Arbeitsgänge vorzunehmen:
1. Arbeitsgang: Egalisierung des Betonuntergrundes
2. Arbeitsgang: Aufbringen einer geschlossenen Schicht
Die maximale Schichtdicke pro Arbeitsgang beträgt
3 mm. Mehrlagiges Arbeiten ist nach vorsichtigem Anfeuchten der zu überarbeitenden Schicht möglich. Nur die letzte Lage darf abgerieben werden. Sollen Schichtdicken über 3 mm in einem Arbeitsgang aufgetragen werden, muss die Pulverkomponente von Sika® Icoment®-520 mit ca. 25 Gew.-% Quarzsand, günstigste Korngröße 0,7-1,2 mm, abgemagert werden. Schichtdicken über 5 mm keinesfalls in einem Arbeitsgang auftragen. Beim letzten Spachtelgang den Mörtel in der Lieferform entsprechend dem Mischungsverhältnis mit Wasser verwenden. Sobald die abschließende Mörtelschicht gleichmäßig angezogen hat, ist durch rillenfreies Arbeiten eine feingriffige, mit Sandpapier vergleichbare Oberfläche herzustellen. Für dieses Oberflächenfinish ist eine mit Moltoprene belegte Holzscheibe oder ein Moltoprene-Schwamm zu verwenden; zusätzliches Wasser zum Abscheiben ist unzulässig. Bei vollflächigen Beschichtungen eignet sich Sika® Icoment®-520 ohne Änderung des Mischungsverhältnisses auch zur Spritzverarbeitung. Das Material ist jedoch vor allzu großer Aufwärmung zu schützen. Bei Materialtemperaturen von >25 °C ist eine Spritzverarbeitung nicht mehr möglich. Die maximalen Schichtdicken sind auch hierbei einzuhalten. Das Glätten und Nachbearbeiten erfolgt wie üblich. Die technischen Kennwerte werden durch die Maschinenverarbeitung nicht beeinflusst.
Spritzverarbeitung (bis max. 25 °C)
Beim ersten Spritzgang sind Löcher und Lunker zuverlässig auszufüllen und die Untergrundrauigkeit zu egalisieren. Im zweiten Spritzgang wird die eigentliche Schichtdicke aufgebracht. Sie ist wie zuvor beschrieben nachzuarbeiten.
Zweckmäßig sind Schneckenpumpen mit Variator (Regelgetriebe), um die Förderleistung individuell einstellen zu können. Als Spritzgeräte eignen sich zum Beispiel Putzmeister Struktur-Spritzgerät beziehungsweise PFT-Zierputzspritzgerät, Wagner Spritzlanze oder baugleiche Spritzköpfe jeweils mit 6 mm Düsen. Für eine optimale Verdüsung empfehlen wir Kompressoren mit einer Leistung von 2,5 m3/min., öl- und wasserfreie Luft. Unsere Empfehlung von Verarbeitungsgeräten beruhen auf Versuchen mit einem Gerät zum Zeitpunkt der Drucklegung des Produktdatenblatts. Da solche Geräte nicht von Sika hergestellt und vertrieben werden sowie unterschiedlich konfiguriert und/oder ausgestattet und/oder abgewandelt sein können, entbindet diese Empfehlung den Verarbeiter nicht von eigenen Recherchen zu Maschinenkonfiguration und Einsatzfähigkeit sowie der Durchführung von Versuchen vor der endgültigen Verarbeitung. Sika übernimmt keine Haftung für den Erfolg oder Misserfolg beim Einsatz der Geräte.